Ist die im Stadtbezirk Villingen jährliche Fronleichnamsprozession eine rein christliche Angelegenheit oder, wie man Neudeutsch sagt, ein ‚Event‘? Wir, die Fraktion der FW wissen, dass dieser Feiertag und die damit verbundene Prozession zuerst und vor allem auf den katholischen Glauben zurückzuführen ist und deshalb seit Generationen durchgeführt wird. Aber für viele Bürger und Gäste ist es halt einfach nur ein ‚Event‘, also ein Anziehungspunkt. Damit verbunden profitiert die Stadt und deren Geschäfte, hier Cafés und Gaststätten, vom ständig steigenden Zuspruch. Hüfingen macht vor, wie die Fronleichnamsprozession dort landauf, landab mit hoher Besucherzahl, losgelöst von der christlichen Einstellung, den Namen der Stadt in positivem Sinne bekannt macht. In den letzten Jahren, unter der Regie von Patrick Weigert, wurden die Riet- und Obere Straße und die dort befindlichen Brunnen, ebenso die Altäre, in einer Weise präsentiert, welche der Präsentation in Hüfingen in nichts nachsteht. Viele Helfer/ -innen sind tagelang aktiv. Umso bedauerlicher ist es hören zu müssen, dass seitens der Stadt, hier auch des Stadtmarketings, keine Unterstützung erfolgt. So müssen am Ende des Tages die Straßen wieder von denselben Personen vom Blumenschmuck befreit werden. Hier wäre eine Kehrmaschine hilfreich, müsste aber bezahlt werden. Selbst die Tannenbäume hinter den Altären werden vom Forstamt in Rechnung gestellt. Aber auch eine finanzielle Zuwendung für den Kauf der abertausenden Blumen halten wir für angebracht. Wie erwähnt, es ist eine beeindruckende Werbung für VS über alle Konfessionen hinweg. Unsere Fraktion wird sich deshalb dafür einsetzen, dass maschinelle und finanzielle Unterstützung seitens der Stadt erfolgt.

Für die Fraktion Bertold Ummenhofer


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