3200 Gramm – ’so viel wie ein prächtiges Neugeborenes‘ – wogen die Unterlagen für die erste Hälfte der nächsten Sitzungsrunde, die ein freundlicher Bediensteter der Stadt an der Haustüre abgab. Im Einzelnen waren das: Technischer Ausschuss, Verwaltungs- und Kulturausschuss, Kulturleitbild der Stadt Kurz- und Langfassung, Jugendhilfeausschuss, Personalausschuss, Jahresbericht Stadtbibliothek, Jahresbericht Volkshochschule, Personalausschuss, Jahresbericht Amt für Kultur, Jahresbericht der Musikakademie. Auch der Inhalt war gewichtig. Und nicht nur schwer, bei genauem Hinsehen auch sehr teuer. Die Schwenninger Feuerwehr kostet noch mehr – nämlich 250.000 mehr. Die Mitteldeckung erfolgt über die Haushaltsstelle 4350.9405 ‚Ersatzlösung für das Obdachlosenheim‘. Das Krematorium wird jetzt mit 7,5 Mio. Euro auch wesentlich teurer als ursprünglich geplant (ca. 3 Mio. Euro), und eine Endabrechnung ist noch lange nicht in Sicht. Ein Wahnsinn. Und die Stadtteilhalle wurde von der Verwaltung mit 9,3 Mio. Euro geplant, der Architekt rechnet mit 11,210 Mio. Euro. Wo wird das hingehen, 13 oder 15 Mio. Euro? Auch bei den geplanten Bauabschnitten der Fußgängerzone in Schwenningen bahnen sich Mehrkosten an. Auch bei der Planung der Gartenschule zeichnen sich höhere Kosten ab. Und dann will die Verwaltung noch ohne eigene Konzeption den Bahnhof kaufen, und da wird auch einiges zu investieren sein. Man sollte mehr miteinander sprechen. Der vergangene Donnerstag in der Expressguthalle war ein Anfang. Und vor allem sollten die Kosten eingedämmt werden. Sofort.

Für die Freien Wähler Dr. Karl-Henning Lichte


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