Bitte kein Amtsblatt.

Es ist was mit dem Amtsblatt. Ursprünglich waren 100 000 € vorgesehen nach Meinung vieler einschließlich Personal. Jetzt plötzlich benötigt man mindestens 150 000, ohne Personal. Der Pressereferent ist nur zu geringen Teilen für das Amtsblatt zuständig, hierfür teilen sich zusätzlich zwei Stellen auf, die auf die Geschäftsstelle des OB s umgesetzt wurden. Die Verteilung an die Haushalte geschieht nach anfänglichen Problemen durch die Post, so dass wohl alle Haushalte erreicht werden. Das Amtsblatt wird intensiv gelobt zum Beispiel im Nachhaltigkeitsbericht der Stadt:

„ Diese Zeitung informiert die Bürger Villingen- Schwenningens über laufende und geplante Projekte, sowie sämtliche Themen die das Leben in der Kommune betreffen. Es werden alle amtlichen Bekanntmachungen und auch Stellenanzeigen auf diese Weise bekannt gemacht.“

Was so nicht korrekt ist. Auch manche Kollegen befürworten das Amtsblatt. Es gibt aber auch viele Verbesserungsvorschläge. Es wird die regelmäßige Bekanntgabe der Termine und der Tagesordnungen des Gemeinderates, der Ausschüsse vermisst. Die Berichte aus den Fraktionen sind allein schon vom Platz nicht ausgewogen. Der Bericht des Oberbürgermeisters nimmt zu viel Platz ein. Eben Hofberichtserstattung. Über das Geschehen in den Teilorten wird zu wenig berichtet. In meinem Umfeld gibt es keine Befürworter des Amtsblatts. Bürgerbeteiligung: Es sollte dringend überlegt werden, ob man die Bevölkerung nicht abstimmen lassen will, nach dem Motto: ich möchte das Amtsblatt oder auch nicht. Das Amtsblatt selbst wäre das geeignete Medium. Es kommt ja jetzt wohl in alle Haushalte, so dass auch ein ansprechender Rücklauf zu erwarten wäre. Wetten: Auf dieses Amtsblatt können viele verzichten.
Für die Freien Wähler Dr. Karl-Henning Lichte


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