Villingen-Schwenningen – Freie Wähler befassen sich bei Hauptversammlung mit aktuellen politischen Themen.

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Bertold Ummenhofer berichtete bei der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler von der Klausurtagung des doppelstädtischen Gemeinderates in Gengenbach. Zunächst dieser Tagung kritisch gegenüberstehend musste er alsbald den positiven Sinn dieses Wochenendes einräumen. Mit launigen Worten verstand es Ummenhofer, höchst interessante Erkenntnisse dieser Klausurtagung vorzutragen.


Wer hätte gedacht, dass – rein prozentual von der Gesamteinwohnerzahlher betrachtet – in Villingen-Schwenningen mehr Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund leben als in Berlin oder dass im Jahr 2030 voraussichtlich mehr als 40 Prozent der Einwohner älter als 80 Jahre sein werden, berichtete Ummenhofer von einigen Erkenntnissen dieser Tagung. „All diese Tatsachen haben Auswirkungen auf die Entscheidungen der kommenden Monate und Jahre“, so Ummenhofer. In drei Arbeitsgruppen wurden die Gemeinderäte über den Ist-Zustand der Stadt und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Zukunft informiert. Neben der zu sanierenden Finanzlage war auch das Thema Jugendarbeit ein Topp-Thema der Klausurtagung.

Reizthema Straßensanierung

Ein deutliches Raunen ging durch die Reihen der Zuhörer, als Bertold Ummenhofer auf das Thema „Straßenzustand in VS“ zu sprechen kam. Es sei geplant, dass zur „Verbesserung der Außenwirkung“ in naher Zukunft ausschließlich die Hauptverkehrsadern der Doppelstadt saniert werden sollten. Damit solle das „Bild für Fremde“ aufpoliert werden.Auch der Umgang innerhalb des Gremiums war ein Diskussionspunkt bei der Klausurtagung. Hierbei wurde vorgeschlagen, dass anhand eines Ehrenkodex, wie ihn zum Beispiel der Gemeinderat in Mannheim praktiziere, der Umgang im VS-Gemeinderat friedvoller werden solle.

Einrichtungen auf den Prüfstand

Einer gewissen Brisanz entbehrt wohl nicht die Tatsache, dass aufgrund der demografischen Entwicklung der Stadt alle doppelt vorhandenen Einrichtungen, wie Bibliothek, Hallenbad, Museen, die zahlreichen Spielplätze auf den Prüfstand gehoben werden sollen. Details zu dieser Frage wurden in einer anschließenden Diskussion besprochen. Einigwaren man sich in der Versammlung jedoch, dass die Außenwirkung der Gesamtstadt von den Eigenarten der Stadtteile – etwa Villinger Fastnacht hier, Schwenninger Wild Wings dort – sehr gut profitieren kann.Kassenverwalter Christian Zschocke legte Rechenschaft über Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres ab. Größter Posten waren die Wahlkampfausgaben für die Gemeinderatswahl. Ein erklecklicher Rest stellt die Grundlage für die kommenden Jahre dar.
Bericht & Bild: Südkurier


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