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Ein freiwilliger Bürgerentscheid wurde vom Gemeinderat mit Ausnahme der Fraktion der Freien Wähler im Jahr 2012 mehrheitlich abgelehnt.

Der Slogan „Ein Rathaus, eine Stadt“, viele freundliche Gemeinderätinnen und Gemeinderäte und ein Oberbürgermeister, die den linken Daumen für ein gemeinsames Rathaus nach oben strecken, ein Oberbürgermeister der sich in YouTube staatsmännisch darstellen lässt. Und dann ein erzwungener Bürgerentscheid, bei dem 79 %, genau 20049 Bürger gegen ein Rathaus auf der freien Wiese sind.

Das war eine Überraschung.

1 ½ Jahre sind seitdem vergangen und was ist geschehen? Man sollte meinen nicht viel, denn es ist ruhig geworden ums Rathaus. Die BI hatte sich in Bürgerbegehren und Bürgerentscheid für eine dezentrale Lösung eingesetzt und mit ihr zahlreiche Gemeinderäte überwiegend von Freien Wählern und CDU. Auf Drängen der BI und einiger Mitglieder des Gemeinderats wurde ein Arbeitskreis von Gemeinderäten, Experten und einem BI-Vertreter gebildet. Zunächst gab es nur hektische Aktionen um Brandschutzmaßnahmen. Zwei hässliche Außentreppen baute die Stadt für viel Geld am Bürgeramt in der Josefsgasse. Aber es scheint sich was zu tun: Die Rathäuser und Bürgerzentren in beiden Stadtzentren stehen außerhalb jeder Diskussion. Inzwischen ist auch der Verbleib der Verwaltung in Villingen und in Schwenningen sowie Steinel als Standort für die technischen Ämter akzeptiert. Für das Dezernat 1 werden noch Alternativen in Villingen gesucht. Die lange angedachte Überbauung des Innenhofes beim Rathaus ist nach Überprüfung von Verwaltung, Villinger und Freiburger Denkmalschutzbehörden vom Tisch. Plötzlich ist wieder vom alten Tonhallengelände in Verbindung mit den Aktivitäten von Strabag die Rede, oder auch vom Kasernengelände Mangin.

Kommunalwahlen stehen an, wieder ist bei allen Fraktionen viel von  die Rede.

Wirklich?

Text: DocLi


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